Transparenz

„Das War und Wird verschwindet und bildet eine entschränkte Ganzheit“

Heidegger

Transparente PVC-Häute oder Acrylglasscheiben werden von mir mehrfach übereinander montiert. Sie erhalten durch Ritzungen, Schleifspuren und halbtransparente Farbaufträge eine eigene Existenz und bleiben dennoch durchscheinend und durchsichtig. Damit bekommt das Entdecken der dahinter liegenden Ebene aus unterschiedlichen Materialien eine besondere Emotion. Sind es geprägte Metalle, die somit andere Planeten uns schon heute im direkten Gegenüber skulptural nahe bringen und uns in Gedanken weit reisen lassen. Bewusst strukturiert, lebendig eingefärbt erzeugen die Reflexionen eine individuelle Wirklichkeit. Besonders, wenn diese Arbeiten durch wechselndes Sonnenlicht unterschiedliche Licht- und Schattenkombinationen die farbigen Stimmungen eine schrankenlos ineinander fließende Gegenwart erzeugen.

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Orakel in Togo – afrikanisch, europäische Inspiration

Befragung der Elemente als Wegweiser in die Zukunft

In animistisch geprägten Regionen der Erde, wo die Natur die Lebensbedingungen bestimmt, existieren unterschiedliche Riten, seherische Prozesse, die dem Heiler Wege weisen, einem Fragenden die Zukunft zu deuten. Zeichen entstehen in dem der Magier Materialien in ein dafür begrenztes Feld wirft. Jedes geworfene Zeichen bezieht seinen Grundsinn aus dem Zusammenwirken der Gegensätze von maskuliner und femininer Kraft, aus schwarz und weiss. Sie sind Teile eines übergeordneten Ganzen und drücken in ihren Kombinationen eine höhere Ordnung aus. Der Akt des Werfens verbindet das Vorher und Nachher miteinander und bereitet so die deutbaren Zeichen vor.

Ein enger Durchlass bleibt zwischen der Welt des Gelebten und dem noch zu Erlebenden.

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Verbindungen müssen wie Wege angelegt werden, um Menschen zusammenzuführen.

Al Imfeld – Zürich

 

Der Traum vom Lernen und sich Kennenlernen und durch gemeinsames Arbeiten noch mehr zu lernen ist in unserer Zeit des Neokolonialismus durch Begriffe, wie die der „ersten“ und „dritten“ Welt geprägt.

Prof. Dr. Ulrich Krempel

Aufruf zum Schutz der Regenwälder

Die erste Installation zeigt, dass bei extremem Wassermangel nichts mehr anzupflanzen, geschweige denn zu ernten gibt. Fehlende Bäume lassen Wüsten entstehen und das Drama vertrockneter Erden nimmt seinen Lauf. So entstehen überall auf der Welt Bilder „verbrannter“ Erden.


Bunker 6 Holz Bunker 6 Holz Teil

Die zweite Installation setzt ein Denkmal zu Ehren der letzten Urwaldriesen. Im Hafen von Pointe-Noire (Kongo), wo gefällte Urwaldriesen haushoch aufgestapelt lagen und auf ihre Verschiffung warteten, hatte ich Arbeiter gebeten, mir kleine abgesplitterte Stücke dieser Stämme zu überlassen. Aufbereitet, poliert und in Beton gegossen habe ich sie zu mahnenden Wandobjekten verarbeitet. Als Zeugnis vergangenen Lebens sollen sie eindringlich aufrufen die Letzten ihrer Art zu schützen.

Bunker Elefanten 1

If I don’t get some shelter I’m gonna fade away

Liebe KunstfreundInnen.

If I don’t get some shelter I’m gonna fade away. –
Wenn ich keinen Schutz bekomme werde ich sterben.
1969 sangen die Rolling Stones diesen Text.

Gimme shelter wurde eines ihrer bekanntesten Lieder. Das liegt möglicherweise nicht zuletzt daran, dass auch nach Beendigung des Vietnamkriegs die militärischen Auseinandersetzungen aller Art, die Verfolgungen und die Bedrohungen durch Flut und Elend keineswegs weniger geworden sind.

11 Künstlerinnen und Künstler haben nun Arbeiten beigesteuert zu einer Ausstellung im Hochbunker Körnerstraße 101 in Ehrenfeld.
Und dort findet diese Frage nach dem Schutz sehr unterschiedliche künstlerische Formen.

Freitag, 29.5.15 Vernissage 19 – 22 h

Eröffnungsperformance mit Lala Nomada
Weitere Performance im laufe des Abends mit Jessica Kellershofen
Sowie einer Aktion mit Jan Glisman

Mit freundlichen Grüßen

Roland Neuburg

P.S.
Ausstellungsaktionen während der Ausstellung 19h -21h

Performance mit Jessica Kellershofen
Fr. 5.6.
Mo. 8.6.
Fr. 12.6.
Fr. 19.6.
Mi. 24.6.
Mo. 29.6.
Fr. 3.7.

Musikperformance mit Hubert Steins
Mi. 24.6.

Aktion mit Jan Glisman
Fr. 5.6.
Fr. 12.6.
Fr. 19.6.
Fr. 26.6
Fr. 3.7.

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„KAUM ZU GLAUBEN“ – ein Diskurs über Kunst, Religion und Spiritualität

Liebe Kunstfreunde,

 „KAUM ZU GLAUBEN“ – ein Diskurs über Kunst, Religion und Spiritualität

am Samstag, den 13.06.2015, 16:00 Uhr, 

in der Scheunen-Galerie Wesseling, Schwingeler Hof

Schwingelerweg 44, 50389 Wesseling

Ich bin an dieser Ausstellung mit den beiliegenden Arbeiten zu Orakel-Objekten, die in Togo entstanden sind, vertreten.

Einladung – KAUM ZU GLAUBEN

Aufruf zum Schutz der Regenwälder

Die Installation besteht aus 4 Kautschukkörpern, die Merkmale schwerer Torturen aufzeigen. Sie stehen als mahnende Körper auf Betonplatten, die mit Abbildungen vertrockneter Erde bedruckt sind. Darauf liegen einige Feldhacken, die, zurückgelassen, aufzeigen, dass es hier aus Wassermangel nichts mehr anzupflanzen geschweige denn zu ernten gibt. Fehlende Bäume lassen Wüsten entstehen und das Drama vertrockneter Erden nimmt seinen Lauf. So entstehen überall auf der Welt Bilder „verbrannter“ Erden.

Auf der Wand dahinter sieht man Objekte zu Ehren der letzten Urwaldriesen. Im Hafen von Pointe-Noire, Kongo, wo gefällte Urwaldriesen haushoch aufgestapelt lagen und auf ihre Verschiffung warteten, hatte ich Arbeiter gebeten, mir kleine abgesplitterte Stücke dieser Stämme zu überlassen. Aufbereitet, poliert und in Beton gegossen habe ich sie zu mahnenden Wandobjekten verarbeitet. Als Zeugnis vergangenen Lebens sollen sie eindringlich aufrufen die Letzten ihrer Art zu schützen.